Starlight ‘Killjoy’ Coquelicot

Zwischen Lust und Frust

Die zeitgenössische Tänzerin Ursula Graber lässt ihrer Kreativität freien Lauf in einem Soloabend. Dafür stellt sie sich Fragen über Feminismus, Genuss-Emanzipation und Rollenbilder. Inspiriert von kritischen feministischen Theorien und Burlesque-Tanz schafft sie eine humorvolle und persönliche Performance, die zum Staunen und Nachdenken einlädt.


“Sind alle Feminist*innen Spaßverderber*innen?”


Von und mit Ursula Graber


2.-4. April 2020, Kristallwerk – VERSCHOBEN auf
4.-6. September 2020, Kristallwerk, Graz


Presse

Ursula Graber wurde im September '20 zur Barbara Karlich Show zum Thema "Wir Frauen wissen, was wir wollen" eingeladen. Die Ausstrahlung der Sendung folgt zwischen November '20 und Jänner '21 und wird hier, sobald das genaue Datum bekannt ist, angekündigt werden.

--> Zur Kritik der Tanzperformance STARLIGHT "KILLJOY" COQUELICOT geht es hier!

--> Ursula Graber ist "Steirerin des Tages" in der Kleinen Zeitung (26.08.2020). Zum Vergrößern bitte anklicken.

Presse



Hier geht’s zum Trailer von Starlight “Killjoy” Coquelicot:


Starlight “Killjoy” Coquelicot – Zwischen Lust und Frust. Über die Performance

Die Figur KILLJOY (dt. „Spaßverderberin“) ist eine Erfindung der feministischen Theoretikerin Sara Ahmed und spricht in sexistischen und rassistischen Situationen Ungleichheit ungeniert an. Starlight Coquelicot ist eine Burlesque Tänzerin. Sie zelebriert ihren weiblichen Körper, Sinnlichkeit, Lust und Schönheit. Starlight „Killjoy“ Coquelicot, Ursula Grabers Alter Ego auf der Bühne, besitzt beide Charakterzüge. In ihr vereint sich intellektueller Feminismus mit der Zelebration von Sinnlichkeit und Körperlichkeit.
Wie kann Starlight „Killjoy“ Coquelicot eine Spaßverderberin sein und gleichzeitig durch Burlesque Spaß haben? Dieses Spannungsfeld steht im Zentrum des Projekts und erlaubt es der Künstlerin, neue Möglichkeiten des Frauseins auszuloten sowie mit choreografischen Methoden zu experimentieren.

Eine wichtige Inspiration war das Buch “Vulva – Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts” der deutschen Kulturwissenschafterin und Journalistin Mithu M. Sanyal, das faszinierende kulturelle und religiöse Geschichten sowie Mythologien rund um die Vulva thematisiert. Da gibt es z.B. Iambe, auch Baubo genannt, eine anatolische Göttin, die im Gegensatz zu den olympischen Göttern vermag, Demeter durch das Zeigen ihrer Vulva aus ihrer Depression zu holen und somit die Menschen vor dem Hungertod durch Nahrungsmittelknappheit zu bewahren. Und dann kam Corona: Allein daheim mit sich und einem Spiegel wurde Ursulas privater Raum zum Labor und Spielplatz, der nun auf die Bühne übertragen wird. Die Bühne als “Schminktischerl” – wo, inspiriert von Feminismus und Burlesque-Tanz, mit äußerlicher Veränderung und dem Spiel mit Charakterzügen experimentiert wird – und das Publikum als Spiegelersatz. Gleichzeitig bietet sich aber auch die Künstlerin als Spiegel für die Zuseherinnen an: Jeder ist eingeladen, sich in ihr wiederzuerkennen.

Im Mittelpunkt steht der Mut (und ebenso die Lust), sich als Tänzerin den Themen Sinnlichkeit und Sexualität zu stellen. In ihrem “Labor” erforscht die Künstlerin, wie sie zu körperlichem Begehren, Verletzlichkeit und Intimität steht, die essenzielle Bestandteile des Lebens sind. Die Kernaussage dieser Performance: „Ein Frau darf und kann alles!“ Schön und sinnlich sein (an erster Stelle aber für sich selbst und ohne zum Objekt zu werden), stark sein, hässlich sein, kämpfen – so wird auch die Figur im Laufe des Abends einige Transformationen erleben. Es geht um die Beziehung zum eigenen Körper und Geschlecht und darum, den Regeln nicht zu folgen.


Credits
Konzept, Performance, Choreografie: Ursula Graber
Dramaturgie: Koko la Douce (Berlin)
Künstlerische Beratung: Lise Lendais (FR/Wien)
Kostüm: Ana Vivero (Barcelona)
Licht- und Tontechnik: Tom Bergner
Publikumsbetreuung: Laura Halb, Eva Ploder, Helgrit Hofmeister
Organisation & PR: Ursula Graber, Laura Halb
Residency: raw matters (Wien)
Fotos: Edi Haberl, Clemens Nestroy


Gefördert und unterstützt von:
Stadt Graz
Land Steiermark
Das andere Theater
Kristallwerk
laut!


COVID-19 Infos

Bitte Ticket vorab buchen
Um zu gewährleisten, dass wir alle Vorschriften einhalten und genügend Platz für alle Publikumsgäste und HelferInnen einplanen können, buche bitte dein Ticket vorab.

Maskenpflicht bei Betreten des Theaters
Bitte beachte, dass du beim Betreten der Location gemäß den Sicherheitsbestimmungen des Bundesministeriums eine MNS-Maske benötigst. Dir wird dein Platz zugeteilt, auf dem keine Maskenpflicht besteht. Wir bitten euch vor, während und nach der Veranstaltung generelle Hygienevorschriften einzuhalten und auf den Sicherheitsabstand zu achten. Für ausreichend Platz und Schutzmaßnahmen ist gesorgt.

Es gelten die Vorschriften des § 10 der COVID-19-Lockerungsverordnung in der jeweils gültigen Fassung.

Ein Abend voller Magie und Inspiration!
(Klick auf ein Bild um es zu vergrößern)

Noch mehr Performances

Das ist eine von vielen Performances, die hier zu finden sind